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Tea notes

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht zu Begriffen, Grundlagen und Fragen rund um Tee.

Tee-Wissen

Tee ABC

Von A wie Anbau bis W wie Weisser Tee.

A – ANBAU

Der Anbau von Tee ist untrennbar mit seinem Herkunftsort verbunden. Teepflanzen gedeihen nur unter bestimmten klimatischen Bedingungen: ausreichend Niederschlag, hohe Luftfeuchtigkeit und stabile Temperaturen. Besonders prägend sind Höhenlage, Bodenbeschaffenheit und Mikroklima, die gemeinsam den Charakter eines Tees formen. Langsam wachsende Pflanzen in höheren Lagen entwickeln dichtere Blätter und komplexere Inhaltsstoffe als solche aus tiefer gelegenen Regionen.

Traditionell stammt Tee aus Regionen Ostasiens, Südostasiens und Teilen Indiens. In diesen Gebieten hat sich über Jahrhunderte ein tiefes Wissen über Anbau, Pflege und Ernte entwickelt, das bis heute die Qualität bestimmt. Hochwertiger Tee stammt in der Regel aus klar definierten Teegärten, nicht aus industriell bewirtschafteten Grossflächen. In kleineren Gärten stehen Bodenpflege, selektiver Rückschnitt und die langfristige Gesundheit der Pflanzen im Vordergrund, während Ertrag bewusst eine untergeordnete Rolle spielt.

Der Einsatz von Maschinen ist im qualitätsorientierten Teeanbau begrenzt. Viele Arbeitsschritte erfolgen von Hand, um die Pflanzen nicht zu beschädigen und das Wachstum gezielt zu steuern. Auch das Alter der Teepflanzen beeinflusst die Qualität: ältere Pflanzen liefern oft geringere Erträge, bringen jedoch mehr Struktur, Tiefe und Stabilität im Blattmaterial hervor. Qualität im Tee entsteht daher nicht erst bei der Verarbeitung, sondern beginnt bereits im Garten.

E – ERNTE

Die Ernte ist einer der entscheidendsten Schritte in der Teeverarbeitung und hat unmittelbaren Einfluss auf Qualität, Struktur und Ausdruck eines Tees. Geerntet wird Tee nicht nach festen Kalenderdaten, sondern nach dem Entwicklungsstand der Pflanze. Ausschlaggebend sind Wachstum, Witterung und Höhenlage, die gemeinsam den optimalen Zeitpunkt bestimmen.

In vielen Herkunftsregionen wird mehrmals im Jahr geerntet. Besonders geschätzt sind frühe Ernten im Frühjahr, die sich durch Frische, Klarheit und feine Struktur auszeichnen. Spätere Ernten bringen häufig mehr Kraft und Tiefe, verlieren jedoch an Eleganz. Die Unterscheidung zwischen ersten, zweiten oder späteren Ernten dient weniger einer Hierarchie als der stilistischen Einordnung eines Tees.

Hochwertiger Tee wird in der Regel von Hand gepflückt. Dabei kommen definierte Pflückstandards zum Einsatz, meist bestehend aus einer Knospe und ein oder zwei jungen Blättern. Diese jungen Blattteile enthalten die höchste Konzentration an aromatischen und strukturgebenden Inhaltsstoffen. Maschinelle Ernte erfasst hingegen auch grobe Blätter und Stiele und eignet sich vor allem für volumenorientierte Qualitäten.

Die Ernte erfolgt häufig in den frühen Morgenstunden, wenn die Blätter noch kühl und elastisch sind. Unsachgemässe oder zu späte Pflückung kann die Blattstruktur beschädigen und die spätere Verarbeitung negativ beeinflussen. Die Ernte ist daher kein mechanischer Vorgang, sondern erfordert Erfahrung, Aufmerksamkeit und ein geschultes Auge. Sie bildet die Grundlage für alles, was im weiteren Verlauf aus dem Tee entsteht.

F – FERMENTATION

Fermentation beschreibt einen mikrobiellen Prozess, bei dem Enzyme und Mikroorganismen das Blattmaterial verändern. Im Gegensatz zur Oxidation handelt es sich nicht um eine rein chemische Reaktion, sondern um eine lebendige Umwandlung über Zeit. In der Teewelt ist Fermentation vor allem mit Pu-Erh verbunden.

Bei fermentierten Tees verändert sich nicht nur der Geschmack, sondern auch die Textur und Lagerfähigkeit. Die Blätter werden stabiler und entwickeln mit zunehmender Reife zusätzliche Schichten. Fermentation kann natürlich über Jahre erfolgen oder kontrolliert beschleunigt werden.

Fermentierte Tees sind weniger auf Frische ausgelegt als auf Entwicklung. Qualität zeigt sich hier in Balance, Klarheit und der Fähigkeit, über Zeit an Tiefe zu gewinnen.

F – FIRST FLUSH

Als First Flush bezeichnet man die erste Ernteperiode des Jahres, die nach der Winterruhe der Teepflanzen erfolgt. Sie findet je nach Herkunftsregion zwischen Frühling und frühem Sommer statt und gilt als besonders prägend für die Charakteristik eines Tees. Nach Monaten langsamen Wachstums konzentrieren sich in den jungen Blättern feine Aromastoffe und eine klare strukturelle Spannung.

First-Flush-Tees werden wegen ihrer Frische, Leichtigkeit und Transparenz geschätzt. Sie zeigen oft eine ausgeprägte Klarheit und eine lebendige Struktur, die sich deutlich von späteren Ernten unterscheidet. Der Ausdruck ist weniger kraftvoll, dafür präziser und nuancierter. Diese Eigenschaften machen First Flush zu einer eigenen stilistischen Kategorie, nicht zu einer Qualitätsstufe im engeren Sinn.

Historisch war der First Flush eng mit der schnellen Verfügbarkeit frischer Tees verbunden. Frühe Ernten wurden bevorzugt gehandelt, um ihren frischen Charakter zu bewahren, woraus sich auch der Begriff Flugtee entwickelte. Heute steht First Flush vor allem für Nähe zur Ernte und einen unverfälschten Ausdruck des Gartens und des Jahres.

First-Flush-Tees reagieren sensibel auf Verarbeitung, Transport und Lagerung. Ihre Qualität liegt weniger in Intensität als in Balance und Struktur. Sie spiegeln den Zustand der Pflanze zu Beginn des Jahres wider und machen Unterschiede in Herkunft, Anbau und Handwerk besonders deutlich sichtbar.

G – GELBER TEE

Gelber Tee stammt aus China und zählt zu den seltensten klassischen Teearten. Seine Herstellung ist historisch eng mit bestimmten Regionen und kleinen Produzenten verbunden. Aufgrund des hohen handwerklichen Aufwands und der begrenzten Nachfrage wird gelber Tee bis heute nur in sehr kleinen Mengen produziert.

Die Verarbeitung von gelbem Tee ähnelt zunächst der von grünem Tee, geht jedoch um einen zusätzlichen Schritt weiter. Nach dem Erhitzen der Blätter folgt eine kontrollierte Ruhephase, in der die Blätter leicht feucht gehalten und wiederholt umgeschichtet werden. Dieser Prozess, oft als sanftes Nachgelben beschrieben, verändert Struktur und Ausdruck des Tees, ohne ihn vollständig oxidieren zu lassen.

Gelber Tee zeichnet sich durch eine weiche, runde Struktur aus. Er wirkt weniger vegetal als grüner Tee und zeigt eine zurückhaltende Tiefe mit milder Spannung. Bitterkeit tritt kaum auf, stattdessen stehen Balance und Textur im Vordergrund. Die Wirkung ist ruhig und harmonisch.

Innerhalb der Teewelt nimmt gelber Tee eine Zwischenstellung ein. Er verbindet die Frische grüner Tees mit einer zusätzlichen Reife und gilt als Ausdruck höchster handwerklicher Kontrolle. Seine Seltenheit macht ihn weniger bekannt, aber nicht weniger bedeutend.

G – GRÜNER TEE

Grüner Tee hat seinen Ursprung in China, wo er seit Jahrhunderten als eigenständige Teeart kultiviert wird. Von dort aus entwickelte sich eine vielfältige Teekultur mit regional unterschiedlichen Stilen und Verarbeitungstechniken. In Japan entstand später eine eigene Tradition des grünen Tees, die sich deutlich von der chinesischen unterscheidet und stark auf Präzision, Standardisierung und Frische ausgerichtet ist.

Nach der Ernte wird bei grünem Tee die Oxidation gezielt gestoppt, um die frische Blattstruktur zu bewahren. In China geschieht dies meist durch trockenes Rösten in Pfannen, während in Japan das kurze Dämpfen der Blätter vorherrscht. Diese Entscheidung beeinflusst Farbe, Textur und Ausdruck des Tees nachhaltig und führt zu klar unterscheidbaren Stilrichtungen.

Grüne Tees zeichnen sich durch Klarheit, Frische und strukturelle Spannung aus. Sie können vegetal, nussig oder mineralisch wirken und entwickeln sich häufig über mehrere Aufgüsse hinweg. Bitterkeit ist kein Qualitätsmerkmal, sondern entsteht meist durch zu hohe Wassertemperaturen, zu lange Ziehzeiten oder minderwertige Blattqualität.

Die Qualität eines grünen Tees zeigt sich in Balance, Länge und Transparenz. Gut verarbeiteter grüner Tee wirkt lebendig und präzise, ohne Schwere. Er reagiert sensibel auf Wasser, Temperatur und Lagerung und verlangt daher Aufmerksamkeit in der Zubereitung. Grüner Tee bildet zugleich die Grundlage für weiterverarbeitete Formen wie Matcha oder Hojicha, die aus ihm hervorgehen.

H – HOJICHA

Hojicha ist eine japanische Teeart, die ihren Ursprung im frühen 20. Jahrhundert hat. Anders als viele andere japanische Tees wird Hojicha nicht wegen Frische oder Intensität geschätzt, sondern wegen seiner Ruhe und Ausgewogenheit. Er entsteht aus grünem Tee, der nach der Verarbeitung geröstet wird und dadurch einen eigenständigen Charakter entwickelt.

Die Röstung ist der zentrale Schritt bei der Herstellung von Hojicha. Sie erfolgt meist bei hohen Temperaturen und verändert die Blattstruktur grundlegend. Durch die Hitze werden Bitterstoffe abgebaut, das Koffein reduziert und neue, warme Aromen gebildet. Als Ausgangsmaterial dienen häufig grössere Blätter, Stiele oder Blattreste, die sich besonders gut für die Röstung eignen.

Hojicha zeichnet sich durch einen milden, klaren Charakter aus. Er wirkt nussig, leicht rauchig oder an geröstetes Getreide erinnernd, ohne Schwere oder Bitterkeit. Durch den geringen Koffeingehalt eignet er sich auch für den späteren Tagesverlauf und wird in Japan häufig zu Mahlzeiten oder am Abend getrunken.

Im Vergleich zu anderen grünen Tees steht bei Hojicha nicht Frische im Vordergrund, sondern Wärme und Balance. Die Röstung verleiht ihm Stabilität und macht ihn weniger empfindlich gegenüber Ziehzeit und Wassertemperatur. Hojicha zeigt, dass Qualität im Tee nicht zwingend mit Intensität verbunden ist, sondern auch in Zurückhaltung und Klarheit liegen kann.

M – MATCHA

Matcha stammt aus Japan und ist eng mit der dortigen Teekultur verbunden. Seine Herkunft liegt in speziell angelegten Teegärten, in denen die Teepflanzen vor der Ernte mehrere Wochen beschattet werden. Diese Praxis verändert das Wachstum der Blätter, erhöht den Chlorophyllgehalt und fördert die Ausbildung bestimmter Aminosäuren, die für Struktur und Tiefe entscheidend sind.

Die Grundlage für Matcha ist Tencha, ein grüner Tee, der nach der Ernte gedämpft, getrocknet und von Stielen sowie Blattadern befreit wird. Im Unterschied zu anderen grünen Tees wird Tencha nicht gerollt. Erst nach dieser Vorverarbeitung erfolgt die langsame Vermahlung der Blätter zu feinem Pulver, traditionell auf Steinmühlen. Dieser Schritt erfordert Zeit und Kontrolle, da Hitze die Qualität beeinträchtigen kann.

Matcha wird nicht aufgegossen, sondern vollständig konsumiert. Dadurch unterscheidet sich seine Wirkung und Wahrnehmung grundlegend von anderen Teearten. Die Textur ist fein und dicht, der Aufguss cremig und klar strukturiert. Hochwertiger Matcha zeigt Balance, Tiefe und Länge, ohne Bitterkeit oder Schwere.

Qualität bei Matcha hängt von mehreren Faktoren ab: Herkunft, Beschattung, Erntezeitpunkt, Vermahlung und Frische. Da Matcha empfindlich auf Licht, Luft und Temperatur reagiert, sind Lagerung und sorgfältiger Umgang besonders wichtig. Matcha verlangt Aufmerksamkeit, belohnt diese jedoch mit einem unmittelbaren und konzentrierten Ausdruck der Teepflanze.

O – OOLONG

Oolong hat seinen Ursprung in China, insbesondere in den Provinzen Fujian und Guangdong. Von dort aus entwickelte sich eine eigenständige Teekultur, die stark von Handwerk, Erfahrung und regionalen Bedingungen geprägt ist. Eine zweite, klar unterscheidbare Oolong-Tradition entstand später in Taiwan, wo Höhenlagen, Klima und moderne Verarbeitungstechniken andere Ausdrucksformen ermöglichten. Chinesische Felsenoolongs und taiwanesische Hochlandoolongs gelten heute als zwei eigenständige Stilrichtungen.

Oolong wird teiloxidiert und nimmt damit eine Zwischenstellung zwischen grünem und schwarzem Tee ein. Der Oxidationsgrad variiert je nach Stil erheblich und kann von leicht bis weit fortgeschritten reichen. Entscheidend für die Herstellung sind wiederholtes Welken, behutsames Rollen und gezielte Ruhephasen, in denen sich Struktur und Charakter des Blattes entwickeln. Jeder Verarbeitungsschritt erfordert präzises Timing und ein tiefes Verständnis für das Material.

Oolong-Tees zeichnen sich durch Tiefe und Wandelbarkeit aus. Sie verbinden Frische mit Reife und entfalten ihren Charakter nicht in einem einzelnen Aufguss, sondern über eine Abfolge hinweg. Textur, Länge und Entwicklung stehen im Vordergrund, weniger unmittelbare Intensität. Gute Oolongs verändern sich von Aufguss zu Aufguss und zeigen dabei unterschiedliche Facetten.

In der Herstellung gilt Oolong als eine der technisch anspruchsvollsten Teearten. Kleine Abweichungen in Oxidation oder Röstung können den Charakter grundlegend verändern. Hochwertiger Oolong ist daher immer Ausdruck von Erfahrung, Aufmerksamkeit und handwerklicher Kontrolle. Er steht exemplarisch für Tee als Prozess und nicht als festes Ergebnis.

O – OXIDATION

Oxidation bezeichnet die Reaktion von Sauerstoff mit den Zellbestandteilen des Teeblattes nach der Ernte. Sie beginnt, sobald die Blattstruktur verletzt wird, und wird je nach Teeart gezielt gesteuert oder gestoppt. Oxidation ist ein zentraler Faktor für die Einteilung der klassischen Teearten.

Grüner und weisser Tee werden kaum oxidiert, Oolong teilweise und Schwarztee vollständig. Der Grad der Oxidation beeinflusst Farbe, Struktur und Ausdruck des Tees. Entscheidend ist nicht die Dauer allein, sondern das Zusammenspiel von Temperatur, Feuchtigkeit und Handwerk.

Oxidation ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug. Sie formt den Charakter eines Tees und verlangt präzise Kontrolle, um Balance und Klarheit zu bewahren.

P – PFLÜCKSTAND

Der Pflückstandard beschreibt, welche Teile der Teepflanze geerntet werden. Üblich sind Kombinationen aus Knospe und jungen Blättern, etwa eine Knospe mit einem oder zwei Blättern. Diese jungen Blattteile enthalten die höchste Konzentration an strukturbildenden Inhaltsstoffen.

Je feiner der Pflückstandard, desto geringer der Ertrag und desto höher der handwerkliche Aufwand. Grobe Pflückung erhöht die Menge, mindert jedoch Präzision und Tiefe. Der Pflückstandard beeinflusst Textur, Klarheit und Lagerfähigkeit eines Tees unmittelbar.

Er ist ein entscheidender Qualitätsfaktor und steht in direktem Zusammenhang mit Anbau, Ernte und Verarbeitung.

P – PU ERH

Pu Erh stammt aus der chinesischen Provinz Yunnan, einer der ältesten Teeregionen der Welt. Dort wachsen grossblättrige Teepflanzen, oft in alten Gärten oder als wild wachsende Bäume. Die Region ist geprägt von Höhenlagen, Nebel und stabilen klimatischen Bedingungen, die dem Tee eine besondere Tiefe und Struktur verleihen. Historisch wurde Pu Erh über weite Handelswege transportiert und über lange Zeiträume gelagert, was seine Entwicklung entscheidend geprägt hat.

Im Unterschied zu anderen Teearten wird Pu Erh fermentiert. Man unterscheidet zwischen natürlich gereiftem Sheng Pu Erh und beschleunigt fermentiertem Shou Pu Erh. Sheng Pu Erh reift langsam über Jahre oder Jahrzehnte hinweg und verändert dabei kontinuierlich seinen Charakter. Shou Pu Erh entsteht durch einen kontrollierten Fermentationsprozess, der diese Reifung in verkürzter Form nachahmt. Beide Formen beruhen auf mikrobiellen Prozessen, die Struktur, Textur und Geschmack grundlegend verändern.

Pu Erh zeichnet sich durch Dichte, Tiefe und Stabilität aus. Junge Sheng Pu Erh wirken oft kraftvoll und strukturiert, während gereifte Qualitäten weicher, runder und vielschichtig werden. Shou Pu Erh zeigt von Beginn an eine erdige, ruhige Struktur. Pu Erh wird weniger über Frische definiert als über Entwicklung und Wandel über Zeit.

Durch seine Reifefähigkeit nimmt Pu Erh eine Sonderstellung innerhalb der Teewelt ein. Er wird nicht nur getrunken, sondern begleitet und gelagert. Qualität zeigt sich hier in Beständigkeit, Balance und der Fähigkeit, über Jahre hinweg an Tiefe zu gewinnen. Pu Erh steht exemplarisch für Tee als langfristigen Prozess und als Ausdruck von Zeit.

R – RÖSTUNG

Röstung ist ein Verarbeitungsschritt, bei dem Hitze gezielt eingesetzt wird, um Struktur und Ausdruck des Tees zu verändern. Sie wird vor allem bei bestimmten Oolongs und bei Hojicha angewendet. Dauer und Temperatur bestimmen das Ergebnis.

Durch die Röstung werden Bitterstoffe reduziert, Feuchtigkeit entfernt und neue strukturelle Eigenschaften geschaffen. Der Tee gewinnt an Wärme, Stabilität und Tiefe. Gleichzeitig verliert er an Frische und Spannung.

Röstung ist eine Frage des Gleichgewichts. Zu starke Röstung überdeckt Herkunft und Blattstruktur, zu leichte Röstung bleibt wirkungslos. Hochwertige Röstung dient der Klarheit, nicht der Maskierung.

S – SCHWARZTEE

Schwarztee entwickelte sich ursprünglich in China und wurde dort bereits früh als eigenständige Teeart hergestellt. Mit dem wachsenden Handel im 19. Jahrhundert entstand eine gezielte Produktion für den Export, wodurch sich neue Stilrichtungen herausbildeten. Später wurde der Teeanbau auch in Indien, Sri Lanka und weiteren Regionen etabliert, wo Klima und Verarbeitung andere Ausdrucksformen ermöglichten. Diese Entwicklungen prägen das heutige Verständnis von Schwarztee nachhaltig.

Schwarztee wird vollständig oxidiert. Nach dem Welken werden die Blätter gerollt oder gebrochen, um die Zellstruktur zu öffnen und die Oxidation zu fördern. Anschliessend folgt eine kontrollierte Ruhephase, bevor der Tee durch Trocknung stabilisiert wird. Dauer und Intensität der Oxidation bestimmen Struktur, Farbe und Tiefe des fertigen Tees.

Schwarztee zeichnet sich durch Stabilität, Klarheit und Länge aus. Er wirkt in der Regel kräftiger als grüne oder weisse Tees, ohne zwingend schwer zu sein. Hochwertiger Schwarztee zeigt Balance, eine saubere Struktur und einen klaren Nachhall. Bitterkeit oder flache Schwere sind kein Qualitätsmerkmal, sondern Hinweise auf Überoxidation oder minderwertiges Blattmaterial.

Durch seine Robustheit ist Schwarztee weniger empfindlich gegenüber Zubereitungsfehlern als andere Teearten. Gleichzeitig bietet er in handwerklicher Qualität eine grosse stilistische Bandbreite, von feinen, transparenten Tees bis hin zu strukturierten, tiefen Ausprägungen. Schwarztee bildet damit eine zentrale Säule der globalen Teekultur und wird in seiner Vielfalt oft unterschätzt.

T – TERROIR

Terroir beschreibt das Zusammenspiel von Boden, Klima, Höhenlage und Umgebung, in der Tee wächst. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Weinbau, ist jedoch ebenso auf Tee anwendbar. Terroir prägt den Charakter eines Tees oft stärker als Sorte oder Verarbeitung.

Unterschiede im Boden, in der Luftfeuchtigkeit oder in der Sonneneinstrahlung wirken sich direkt auf Wachstum und Blattstruktur aus. Tees aus unterschiedlichen Gärten zeigen daher selbst bei identischer Verarbeitung klar unterscheidbare Ausdrucksformen.

Terroir macht Herkunft im Tee erlebbar. Es verleiht ihm Individualität und Tiefe.

Er ist ein entscheidender Qualitätsfaktor und steht in direktem Zusammenhang mit Anbau, Ernte und Verarbeitung.

U – UMAMI

UMAMI bezeichnet die fünfte Geschmacksrichtung neben süss, sauer, salzig und bitter. Im Zusammenhang mit Tee beschreibt Umami eine vollmundige, runde und leicht herzhafte Geschmacksnote.
Besonders japanische Grüntees wie Gyokuro, Kabusecha oder Matcha können ausgeprägte Umami-Noten aufweisen, die durch Aminosäuren wie L-Theanin entstehen.

W – WASSER

Wasser ist ein oft unterschätzter Faktor in der Teezubereitung. Mineralgehalt, Temperatur und Frische des Wassers beeinflussen Struktur, Klarheit und Balance des Aufgusses. Selbst hochwertiger Tee kann durch ungeeignetes Wasser an Ausdruck verlieren.

Weiches, mineralarmes Wasser eignet sich besonders für feine Tees, da es Struktur und Nuancen besser trägt. Zu hartes Wasser kann Bitterkeit verstärken und die Klarheit mindern. Auch die Wassertemperatur spielt eine entscheidende Rolle und sollte an die jeweilige Teeart angepasst werden.

Wasser ist kein neutrales Medium, sondern Teil des Tees. Es entscheidet mit darüber, wie Herkunft und Verarbeitung wahrgenommen werden.

W – WEISSER TEE

Weisser Tee hat seinen Ursprung in der chinesischen Provinz Fujian und gilt als eine der ältesten Formen der Teeverarbeitung. Traditionell stammt er aus höher gelegenen, oft abgelegenen Teegärten, in denen grossblättrige Teepflanzen kultiviert werden. Lange Zeit war weisser Tee lokalen Produzenten vorbehalten und wurde nur in kleinen Mengen hergestellt, was seine ruhige, zurückhaltende Stellung innerhalb der Teekultur erklärt.

Die Verarbeitung von weissem Tee ist minimalistisch. Nach der Ernte werden die Blätter schonend ausgebreitet und langsam an der Luft welken gelassen, bevor sie behutsam getrocknet werden. Eine gezielte Oxidation findet nicht statt, vielmehr erfolgt eine natürliche, sehr leichte Veränderung des Blattmaterials. Diese Zurückhaltung in der Verarbeitung erfordert hochwertiges Ausgangsmaterial und grosse Sorgfalt, da Fehler nicht korrigiert werden können.

Weisser Tee zeichnet sich durch Feinheit, Transparenz und eine weiche Textur aus. Seine Komplexität liegt weniger in Intensität als in Struktur und Länge. Gut gemachter weisser Tee wirkt ruhig, ausgewogen und entwickelt sich subtil über mehrere Aufgüsse hinweg. Mit zunehmender Lagerung kann er an Tiefe gewinnen, ohne seine Klarheit zu verlieren.

Im Vergleich zu anderen Teearten steht beim weissen Tee nicht die Technik, sondern das Vertrauen in Blatt, Herkunft und Zeit im Vordergrund. Er zeigt besonders deutlich, wie stark Qualität vom Anbau und der Ernte abhängt. Weisser Tee ist Ausdruck von Zurückhaltung und Präzision und bildet einen bewussten Gegenpol zu stärker verarbeiteten Tees.

Wissen ist Macht

Tee zubereiten

WESTLICHE ZUBEREITUNG

Bei der westlichen Methode wird mit einer grösseren Teekanne gearbeitet. Eine kleinere Menge Tee wird mit mehr Wasser aufgegossen und zieht mehrere Minuten. Diese Art eignet sich besonders für schwarzen Tee, Kräuteraufgüsse und viele Mischungen. Der Geschmack ist ausgewogen und gleichmässig.

ÖSTLICHE ZUBEREITUNG

In der östlichen Teezubereitung wird mit kleineren Gefässen gearbeitet, etwa mit einer Kyushu in Japan oder mit sehr kleinen Kannen in China. Dafür wird mehr Tee verwendet, aber mit kürzerer Ziehzeit und mehreren Aufgüssen. Diese Methode erlaubt es, die Entwicklung eines Tees über mehrere Aufgüsse hinweg zu erleben und eignet sich besonders für grüne Tees, Oolong oder Pu Erh.

UMAMI TEE ZUBEREITUNG

Auf allen unseren Verpackungen ist die empfohlene westliche Zubereitung angegeben. Sie dient als verlässliche Orientierung für den Alltag und enthält Angaben zur Teemenge, Wassertemperatur und Ziehzeit.

Tee richtig zubereitet, schmeckt besser

Tee Q&A

Enthält Tee Koffein?

Ja, Tee enthält Koffein. Der Gehalt variiert je nach Teesorte, Blattmaterial, Ernte und Zubereitung. Grüner Tee, schwarzer Tee und Matcha enthalten in der Regel mehr Koffein als weisser Tee oder Gelber Tee. Auch Ziehzeit und Wassertemperatur beeinflussen den Koffeingehalt im Aufguss.

Was ist der Unterschied zwischen Teein und Koffein?

Chemisch gibt es keinen Unterschied zwischen Koffein und Teein. Es handelt sich um denselben Wirkstoff. Der Begriff „Teein“ wird traditionell für das im Tee enthaltene Koffein verwendet, heute ist er veraltet.
Der Unterschied liegt in der Wirkung: Im Tee ist Koffein an Gerbstoffe (Tannine) gebunden. Dadurch wird es langsamer aufgenommen und wirkt oft sanfter und länger anhaltend als das Koffein im Kaffee.

Wie sollte Tee gelagert werden?

Tee sollte trocken, lichtgeschützt und gut verschlossen gelagert werden. Fremdgerüche, Feuchtigkeit und direkte Sonneneinstrahlung können die Qualität beeinträchtigen. Ideal ist eine luftdichte Dose an einem kühlen, dunklen Ort.
Bestimmte japanische Grüntees sowie Matcha profitieren von einer Lagerung im Kühlschrank, da sie besonders empfindlich auf Wärme und Licht reagieren.
Bei UMAMI lagern wir unsere Tees entsprechend ihren Anforderungen, um Frische, Aroma und Qualität bestmöglich zu erhalten.

Was ist der Unterschied zwischen Tee und einem Aufguss?

Als Tee gelten ausschliesslich Aufgüsse aus den Blättern der Teepflanze Camellia sinensis. Dazu zählen grüner, schwarzer, weisser, Oolong- und Pu Erh-Tee.
Aufgüsse (auch Infusionen genannt) bestehen aus anderen Pflanzenteilen wie Kräutern, Früchten, Blüten oder Gewürzen. Sie enthalten keine Teepflanze und sind daher streng genommen kein Tee.

Kann man Tee mehrmals aufgiessen?

Ja, viele hochwertige Tees eignen sich für mehrere Aufgüsse. Besonders ganze Blätter, wie bei Oolong oder grünem Tee, entfalten ihren Geschmack über mehrere Aufgüsse hinweg. Ziehzeit und Temperatur werden dabei jeweils angepasst.
Auf jeder unserer Verpackungen ist angegeben, wie oft ein Tee aufgegossen werden kann.

Matcha Workshop

Matcha ist mehr als ein Getränk.
Unser Workshop führt in Herkunft, Qualität und Zubereitung ein und verbindet Wissen mit praktischer Anwendung.

Die Teewelt entdecken